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Fotos ECF Farm

Grüne Erfolgsgeschichte

Urban Farming, Aquaponik-Systeme und Stadtfarmen mitten im städtischen Zentrum? Die Barsch- und Basilikum-Zucht ECF in Berlin ist ein Vorreiter und hat sich vom Start-up zum Vorzeigeprojekt entwickelt.

Einmal einen Blick hinter die Kulissen einer Urban-Farming und Aquaponik-Kreislaufzucht werfen? Politiker waren schon da, etliche Schülergruppen auch. Jeden Donnerstag Nachmittag kann man sich auf einer Führung durch die ECF Farm erzählen lassen wie Urban Farming, das in aller Munde ist, in der Realität funktioniert.

 

In Berlin Schöneberg wird auf einem ehemaligen Malzfabrik-Gelände seit mehr als 4 Jahren Basilikum und Barsch mithilfe des Aquaponik-Verfahren gezüchtet. Was als Start-up begann ist heute ein Vorzeigebeispiel für Green Farming, Nahrungsmittelanbau und Fischzucht mitten in der Stadt mit kurzen Transportwegen und ressourcenschonenden Kreislaufsystem.

 

Wie es funktioniert: Das Wasser mit den flüssigen Ausscheidungen der Fische wird zunächst über Filter geleitet. Bakterien wandeln das im Wasser gelöste Ammonium in natürlichen Dünger um. Dieses Wasser wird daraufhin in die Pflanzenerde geleitet, in der sich die Nährstoffe absetzen und von den Kräutern aufgenommen werden. 

Um die 8000 Töpfe Basilikum gehen so jede Woche in den Verkauf in Berliner Supermärkten oder im eigenen Hofladen. Barsch wird zwischen 100 Kilogramm und 1,5 Tonnen pro Woche produziert, die Fische werden in 13 Becken gezüchtet. Ein Bio-Siegel führen die Produkte nicht offiziell, aber eine ressourcenschonenden Produktion, der Verzicht auf Dünger und Antibiotika und kurze Transportwege zeichnen die Herstellung aus. Die Expertise des Projekts ist mittlerweile europaweit gefragt. Als Auftragsprojekte sind in der Schweiz und in Belgien bereits Anlagensysteme unter Leitung von ECF gebaut worden.

 

Eine Expansion plant auch Stadtfarm, ein weiteres Urban Farming Projekt, das am Rande Berlins Wels, Kräuter und Salate züchtet und angekündigt hat, mit Partner in den nächsten zehn Jahren hundert Stadtfarmen an den Start zu bringen. Die Expansion soll in diesem Jahr in Berlin an einem zweiten Standort beginnen: wieder mit einer Wels-Zucht, mit einer Solaranlage, um die Pumpen mit Ökostrom zu betreiben und mit einer Regenwasserauffanganlage, um das benötigte Wasser weiter zu reduzieren.

Mehr:

"Urban Farming: Die neuen Bauern Berlin" - Berliner Zeitung vom 17. Januar 2020

"Basilikum und Barsch als neue Standbeine?" - topagrar online vom 19. September 2019

 

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