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Für mehr Dschungel

Grün beruhigt. Neue Studien belegen die gesundheits- und erstaunlich leistungsfördernde Wirkung von Pflanzen im Büro. 

 

Pflanzen heben die Stimmung, bauen Stress ab und helfen, im Arbeitsalltag die Konzentration zu steigern. Studien belegen erneut diesen Einfluss. Mittlerweile weiß man auch mehr über die Wirkung auf die Arbeitsleistung. Bisher konzentrierten sich Untersuchungen vor allem auf den wohltuenden Einfluss auf die Gesundheit und schlussfolgerten, dass damit auch die Produktivität im Büro steigt. Belegt ist das erst jetzt, so die Forscher der University of Exeter bei der Veröffentlichung der Studie "Why plants in the office make us more productive".

 

Dafür beobachteten Arbeitspsychologen erstmals unter Echtzeitbedingungen, wie Mitarbeiter auf Pflanzen reagieren, welche Wirkungen ein gesteigertes Wohlbefinden ganz konkret am Arbeitsplatz entwickelt. Zwei Werbeagenturen in Großbritannien und den Niederlande nahmen an der Langzeitstudie teil, geleitet von einer internationalen Forschergruppe der Universitäten Cardiff, Exeter und Groningen.

 

Die Psychologen begrünten einige Büros der Werbeagenturen, ließen andere Räume so, wie man sie vorfand. Die Mitarbeiter wurden im Laufe von anderthalb Jahren mehrmals zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz befragt. Zusätzlich getestet wurden Gedächtnis-, Merk und Konzentrationsfähigkeit.

 

Das Ergebnis: bei den Tests schnitten die Mitarbeiter wesentlich besser ab, die in ihren Büros eine Pflanze im Blickfeld hatten. Heißt, die Grünpflanzen verringern nicht nur Stress und tragen generell zum Wohlbefinden bei, sondern sie verbessern Konzentration und verlängern die Zeitspanne, in der aufmerksames, fehlerfreies Arbeiten möglich ist. Als Richtwert veröffentlichen die Psychologen: eine Pflanze pro Quadratmeter steigere in zuvor karg eingerichteten Räumen die Produktivität um 15 Prozent.

 

Die Forscher haben weitere Untersuchungen angekündigt, die Arbeitsplatz- und Büroeinrichtungs-Design einbeziehen. Denn die Erkenntnisse stehen im Widerspruch zum vorherrschenden Dogma, nach dem Büros möglichst puristisch eingerichtet sein sollten. "Unsere Forschung stellt in Frage, dass weniger mehr ist", wird Alex Haslan zitiert, einer der Ko-Autoren: "Manchmal ist weniger auch einfach weniger."

 

Studie über die positive Wirkung auf die Arbeitsproduktivität

Studie der University of Exeter über mehr Grün in Städten 

Studie der Norwegian University of Life Sciences

 Vario M7 mit Pflanztrog

 

 

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