Referenz/Projekt

Projekt - Leser Sicherheitsventile

Leser Sicherheitsventile ist weltweit einer der größten Hersteller in diesem Bereich. Führende Unternehmen unterschiedlichster Branchen vertrauen in ihrem Arbeitsalltag auf Ventile der traditionsreichen Firma. Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in Hamburg und dort erst kürzlich ein neues Verwaltungsgebäude errichtet, das mit VARIO Produkten ausgestattet wurde.

 

Das Unternehmen

 

Die Geschichte des Unternehmens reicht weit zurück: 1818 wurde die Firma von Georg Wittmann gegründet. Angefangen als kleine Gelbgießerei, hat sich das Unternehmen mittlerweile als einer der Marktführer im Bereich Sicherheitsventile etabliert. Leser beschäftigt weltweit über 800 Mitarbeiter und ist Europas größter Hersteller von Sicherheitsventilen. Führende Unternehmen aus beispielsweise der Ölbranche oder der Pharmaindustrie setzen Leser Sicherheitsventile ein.

 

Mit acht Tochtergesellschaften in Europa, Amerika, dem Nahen Osten und Asien garantiert das Unternehmen eine kompetente Kundenberatung und schnelle, zuverlässige Lieferzeiten. Zudem gibt es eine Vielzahl von geschulten, internationalen Ansprechpartnern in über 80 Ländern. Trotz aller Internationalität werden die Leser Sicherheitsventile weiterhin in Hamburg entwickelt und anschließend im modernen Werk Hohenwestedt gefertigt. Darüber hinaus gibt es ein weiteres Werk in Indien, das Sicherheitsventile für den lokalen Markt produziert.

 

www.leser.com

 

Das Projekt

 

Das Büro GRS Reimer Architekten aus Elmshorn wurden 2012 beauftragt, ein neues Verwaltungsgebäude für Leser in Hamburg zu planen. Das Projekt wurde Anfang 2016 fertiggestellt und im Officebereich ausschließlich mit VARIO Produkten ausgestattet. In den Bereichen des Empfangs, der Konferenz- und Besprechungsräume, Einzelbüros, Open Spaces und der Geschäftsleitung kamen unsere Produkte CHANGE, STAGE, ICON, VERSA H, VERSA P, M2 und M7 zum Einsatz.

 

www.grs-architekten.de

 

 

 

Frau Dr. Nitsch, die verantwortliche Mitarbeiterin bei Leser, stand für uns zum Interview bereit. Sie berichtet über Hintergründe und Besonderheiten des Projekts und gibt Einblicke hinter die Kulissen.

 

Frau Dr. Nitsch im Interview

 

Frau Nitsch, können Sie uns etwas zum Unternehmensstandort in Hamburg erläutern?

 

Leser befindet sich nun schon seit über 100 Jahren am Standort Wendenstraße in Hamburg. Früher fand hier alles statt: von der Planung bis hin zur Produktion. Heute beschränkt sich die Nutzung nur noch auf die Forschung und Entwicklung. Mit dem Anwachsen des Unternehmens veränderte sich auch das Gebäude: Erweiterungsbauten kamen hinzu, Container wurden ergänzend aufgestellt. Man versuchte, sich den ändernden Bedingungen anzupassen. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem klar wurde, dass es mit Erweiterungsbauten nicht mehr getan sein wird. Der Entschluss für einen Neubau war gefasst.

 

Wie ging es nach der Entscheidung für einen Neubau dann weiter?

 

Zunächst haben wir lange über einen zukünftigen Standort nachgedacht. Es gab die Überlegung, das Verwaltungsgebäude mit unserer Produktion in Hohenwestedt zusammenzulegen. Diese liegt allerdings etwas weiter weg, zu weit weg von Hamburg, um genau zu sein. Da wir aber viele ortsgebundene Mitarbeiter beschäftigen war schnell klar, dass wir weiterhin in Hamburg bleiben möchten.

 

An diesem Punkt haben wir uns an Lighthouse Berlin gewandt, die sich dann um die Projektsteuerung kümmerten. Eine wunderbare Entscheidung, wir waren stets sehr gut aufgehoben und in allen Fragen bestens beraten. Und mit Entscheidungen ging es dann auch ständig weiter.

 

Wann fiel die Wahl auf die Firma GRS Reimers Architekten?

 

Uns war von Anfang an wichtig, Tradition und Moderne in der Architektur zu vereinen. Die Gebäudehülle sollte ortstypisch aussehen, im Inneren durfte dann ein moderner Ansatz gewählt werden. Die Architektur sollte klar unsere Unternehmensphilosophie ausdrücken: ein attraktiver, innovativer Arbeitgeber zu sein, der neben interessanten Aufgaben auch eine hochwertige Arbeitsumgebung bietet. Es standen mehrere Architekturbüros zur Auswahl, die Entscheidung fiel dann letztendlich aufgrund von Referenzprojekte und dem Kriterium, dass der Neubau individuell auf uns zu geschneidert sein sollte, auf GRS Reimers Architekten.

 

Es hat dann schlussendlich noch zwei Jahre gedauert, bis wirklich angefangen wurde, zu bauen. Vorab gab es viele theoretische Workshops mit der Geschäftsführung. Welcher Gebäudetyp kommt in Frage? Wie sehen typische Arbeitsabläufe aus? Ein spannender Prozess! Unsere Geschäftsführer waren auch sehr an Detailfragen interessiert, weil diese ja auch Ingenieure sind. Deshalb haben wir zum Beispiel Kühldecken und Fernwärme.

 

Können Sie die Bauphase genauer beschreiben? Wie lief diese ab?

 

Das war eine etwas anstrengende Zeit, wir wollten möglichst keine großen Unterbrechungen in unseren Arbeitsabläufen. Aus diesem Grund haben wir mit dem Neubau des Versuchs- und Laborgebäudes 2013/14 begonnen. Es war doch häufig sehr laut und manchmal etwas anstrengend. Als dieser fertig war, sind wir in eine Übergangsfläche ca. 50 m entfernt umgezogen, sodass das alte Gebäude dann komplett abgerissen und der Neubau Verwaltungsgebäude beginnen konnte. Dies war Mitte 2014, eingezogen sind wir dann Anfang dieses Jahres.

 

Welche Eigenschaften waren Ihnen dann in der Inneneinrichtung wichtig?

 

Einer der wichtigsten Punkte war die elektrische Höhenverstellbarkeit unserer Büromöbel. Außerdem legten wir großen Wert auf eine Produktion hier in Deutschland, so dass der Kontakt untereinander nicht anonym bleibt, wie mit anderen Unternehmen irgendwo auf der Welt. Der Betrieb sollte zu unserer Unternehmensstruktur passen: deutscher Mittelstandbetrieb, heimisch verankert.

 

VARIO hat sie dann überzeugt?

 

Genau. Die Produkte haben durch Qualität und Design überzeugt. Der Preis spielte natürlich auch eine Rolle. Zudem war uns wichtig, dass die Produkte langlebig sind, vor allem aber auch selbst genutzt. Zudem passen die Möbel zu unserem innenarchitektonischen Konzept: hanseatisch nüchtern und clean, kein Prunk und kein Protz.

 

 

 

Neben dem Einblick hinter die Kulissen von Frau Dr. Nitsch haben wir uns außerdem mit Herrn Löchner der Firma Hugo Hamann, Bremen, unterhalten, die für die Einrichtung der neuen Gebäude zuständig waren.

 

Herr Löchner, können Sie uns den generellen Ablauf des Projektes schildern?

 

Der erste Kontakt mit der Firma Leser entstand vor knapp zwei Jahren. Ein langer und intensiver Prozess, an dem Projekt waren mehrere Hersteller und Fachhändler beteiligt. Unser Büro ging zunächst mit einem Vorentwurf in Vorleistung. Mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern von Leser wurde das dann genauer definiert, ihre Wünsche und Anforderungen wurden festgehalten und intensiv eingebracht. Zusammen haben wir dann ein Pflichtenheft erstellt, das all diese Anforderungen festhielt.

 

Wie läuft die Entscheidung für einen Fachhändler dann ab?

 

Zunächst waren zwölf Fachhändler in der engeren Auswahl. In mehreren Schritten wurden die Kriterien und Anforderungen dann immer weiter verfeinert, stets in sehr engem Kontakt mit Frau Dr. Nitsch, um am Schluss fünf Fachhändler in der Bemusterung zu haben. An diesem Punkt ist Leser dann zu allen fünf gefahren, um sich selbst vor Ort ein Bild zu machen. Neben VARIO waren noch Sedus, Bene und Renz im Rennen, die Entscheidung fiel dann wie bekannt auf VARIO. Neben Qualität legte Leser außerdem Wert auf ein entsprechendes Preis/Leistungsverhältnis, aber auch auf Planungsleistungen und kleinere aber nicht unwichtige Dinge, wie: gibt es eigene Monteure, was gibt es an After-Sales-Angeboten etc.

 

Was war an dem Projekt besonders?

 

Die frühe, einstimmige Entscheidung, dass alle Schreibtische elektromotorisch höhenverstellbar sein müssen. Außerdem fiel die Entscheidung schnell auf den Apothekerschrank. Der Apothekerschrank überzeugte durch seinen innovativen und neuen Ansatz, er bietet ganz einfach andere funktionale Optionen als ein einfacher Rollcontainer: der Apothekerschrank ermöglicht eine klare Raumtrennung, generiert gleichzeitig persönlichen Stauraum und macht das Prinzip der Privatsphäre ganz nebenbei möglich. Der Schrank musste an manchen Stellen besonders angepasst werden, da jeder Tisch seine eigene Sichtschutzblende bekommen sollte. Zudem sind die Sichtblenden nur 60 cm hoch.

 

Besonders angenehm empfand ich außerdem das Verhalten der Geschäftsleitung von Leser: alle Büros – ob Geschäftsführung oder Sachbearbeitung – alle sind mit Vario Systemen ausgestattet. Es wurde ausdrücklich auf „besonderen Protz“ verzichtet. Eine sehr bodenständige und sympathische Haltung!

 

Welche Schwierigkeiten können bei solchen Projekten auftreten?

 

Im Grunde ist es immer ein bisschen wie Lotterie spielen. Selbst bei bestem Zeitmanagement und bester Planung können Probleme auftreten, wie etwa Lieferschwierigkeiten etc. Auch bei diesem Projekt wurde es etwas kniffliger als bei der Montage die Aufzüge noch nicht genutzt werden durften. Alles musste über die Treppenhäuser passieren. Die Zusammenarbeit mit Vario war gerade hier hervorragend. Stets sehr gut organisiert und strukturiert, fristgerecht und verlässlich.

 

www.buerokompetenz.de 

 

 

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