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55 Prozent Digitalisierung

Seit 2013 erfasst die Initiative D21 in einer Studie den Digitalisierungsindex und gibt einen Überblick, wie in Deutschland der technologische Fortschritt ins Berufs- und Arbeitsleben integriert wird. Vor drei Tagen wurde der neue Lagebericht 2018/19 vorgestellt.

Seit 2013 erfasst die Initiative D21 in einer Studie den Digitalisierungsindex und gibt einen Überblick, wie in Deutschland der technologische Fortschritt ins Berufs- und Arbeitsleben integriert wird. Vor drei Tagen wurde der neue Lagebericht 2018/19 vorgestellt. Der Digitalisierungsgrad, der zwischen August 2017 und Juli 2018 anhand von 20.406 Interviews ermittelt wurde, hat um zwei Punkte auf 55 von 100 Prozent zugelegt. Diese Zunahme sei maßgeblich auf die bessere technische Ausstattung in der Gesellschaft zurückzuführen. Zwischen Jung und Alt, Stadt und Land, unterschiedlicher Bildung klaffen Unterschiede. Und die Werte bei Nutzungsverhalten und Kompetenz stagnieren. Die Offenheit nahm als Subindex sogar geringfügig ab, heißt es gleich am Anfang der veröffentlichten Ergebnisse, die sich über sechzig Seiten und vier Kapitel erstrecken.

 

Ergebnisse
Die mobile Internetnutzung ist der größte Treiber bei der Zunahme der Gesamtnutzung und steigt weiterhin stark an. Und das macht sich bei den Endgeräten bemerkbar. Das Smartphone ist das mit Abstand beliebteste Endgerät der Deutschen, drei von vier Internetnutzern nutzen ein Smartphone. Am zweithäufigsten werden Laptops verwendet. Die Verwendung von Tablets geht eher zurück und sinkt auf 34 Prozent. Hingegen steigt die Anzahl der Smart-TVs, also mit dem Internet verbundener Fernsehgeräte. Der Trend zu mobiler Videonutzung werde anhalten, wenn mobiles Breitband den stationären Zugang weiter ergänzt oder gar ersetzt: "Neue Technologien wie 5G werden dafür eine wesentliche Grundlage schaffen, zum Beispiel für mobile VR-Anwendungen oder vernetzte Mobilitätslösungen", so die Prognose. Unter den sozialen Medien ist Whatsapp am meisten genutzt, gefolgt von Facebook, Youtube und Instagram


Digitales Arbeiten
Dem Thema "Digitales Arbeiten" ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Dass Digitalisierung in den nächsten fünf Jahren Tätigkeiten spürbar verändern werde, glauben 50 Prozent der Berufstätigen. 41 Prozent fühlen sich deshalb einem ständigen Lern- und Arbeitsdruck ausgesetzt. 38 Prozent sehen darin auch eine Chance. Eine Chance wäre etwa die Möglichkeit, mehr im Home Office zu arbeiten. Wie in anderen Erhebungen  zeigt sich auch hier, dass nur ein Sechstel im Moment von zuhause oder von unterwegs arbeiten. 56 Prozent gaben an, ihre Tätigkeit sei nicht mit mobilem Arbeiten zu vereinbaren. Ein Viertel derjenigen, die nicht mobil arbeiten, lehnt diese Form ab, fünf Prozent mehr als noch im Vorjahr. Bei einem anderen Viertel haben die Unternehmen noch nicht die Voraussetzungen geschaffen.

 

Die Studie wurde in diesem Jahr mit einem Schwerpunkt auf Smart-Home- und E-Health-Anwendungenerhoben. Wobei nur eine Minderheit bisher Erfahrung damit hat. 12 Prozent der Befragten haben digitale Gesundheitsanwendungen, zum Beispiel Schrittzähler, Apps zur Messung von Herzfrequenz und Blutdruck, Schlafüberwacher genutzt, 6 Prozent haben Erfahrung mit intelligenten Haushaltsgeräten. Kurzfazit der Studie: "Das bleiben Nischenprodukte. Jeder Dritte zeigt sich prinzipiell offen, doch nur wenige nutzen diese technischen Möglichkeiten tatsächlich. Die breite Masse erkennt aktuell keinen ausreichenden Nutzen." Finanziert wird der jährliche Digital-Bericht zur Hälfte vom Bundeswirtschaftsministerium, zur anderen Hälfte von Unternehmen wie Allianz, Ericsson oder Fujitsu, aber auch der Barmer oder der BertelsmannStiftung.

 

Website der Initiative21 mit Download-Möglichkeit 
"Nur jeder Sechste kann unterwegs oder im Homeoffice arbeiten", Gruenderszene.de vom 22. Januar 2019

"D21-Digital-Index: 84 Prozent der Deutschen sind online", heise online vom 22. Januar 2019 

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