Trends/Messen

"One size doesn't fit all"

Was sind die Trends und wichtigsten Neuerungen in der Arbeitswelt? Sucht man nach qualifizierten Prognosen, lohnt sich der Blick auf die Trendberichte von HOK: "Top 10 Trends Influencing Workplace Design" nennt das führende Architektur- und Designbüro seinen jüngsten Newsletter.

"Wir beschäftigen uns mit Verhaltenspsychologie, Organizational Design, Change Management, Demographie und technischem Fortschritt – alles mit dem Blick darauf, was das für Workplace Design bedeutet", heißt es in der Einleitung des jüngsten HOK Trendberichts. Das größte amerikanische Architekturbüro und zweitgrößte Designbüro mit Sitz in weltweit 23 Städten ist ein Vorreiter in Markt-Analyse, genauen Prognosen und visionär gedachten Projekten wie dem Masterplan der an einem künstlichen Meeresarm realisierten Dubai Marina.

In ihrem neusten Trendbericht argumentiert HOK aus demographischer Perspektive für eine Bürogestaltung, die sich an menschlichen Bedürfnissen ausrichtet. Angesichts alternder Bevölkerung und Wissens-Sättigung werde es für Unternehmen schwieriger, Ausnahmetalente zu rekrutieren und Unternehmen müssen immer stärker um Fachkräfte konkurrieren, so die HOK-Feststellung. Schon deswegen sei eine Bürogestaltung nicht hoch genug einzuschätzen, die Mitarbeitern flexibles Arbeiten ermöglicht und sie ans Unternehmen bindet.

Was aber bedeutet durchdachte Bürogestaltung? HOK beruft sich auf Untersuchungen, dass nur 30 bis 40 Prozent der eingerichteten Arbeitsplätze tatsächlich auch aktuell genutzt seien. Das heißt, fast zwei Drittel der Mitarbeiter arbeiten entweder gerade zuhause, unterwegs in Flugzeugen oder Hotels. Oder treffen sich im Unternehmen in Konferenz- oder Projekträumen, sind auf den Fluren unterwegs, im Café oder in Meetings unterschiedlicher Art.

Konzentrierte Einzelarbeit ist heute fast überall möglich, Unternehmen sollten das unterstützen, um effizientes mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Parallel dazu rät HOK, in den Gebäuden selbst neue Räume für mehr Zusammenarbeit zu schaffen, dazu Räume, die flexibel nutzbar sind für Mitarbeiter, die aus einem anderem Stockwerk, Gebäuden oder Filialen vorbei schauen. Das Büro beobachtet auch, dass zwar Arbeitstische tendenziell eher kleiner werden, die pro Mitarbeiter kalkulierte Bürofläche steige jedoch. HOK plädiert im Trendbericht auch für ein "Activity-based Work Settings", das Räume unterschiedlicher Größen für Meetings und Einzelarbeit vorsieht, für Ruhezonen gleichsam wie für spontanes Brainstorming, gemäß dem Motto: "One size does't fit all", wie es im Bericht heißt.

Hier geht es zur kompletten "Top 10 Trends Influencing Workplace Design" von HOK

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