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Fotos Medienbrücke München fotografiert von H.G.Esch

Neue Studie zum Arbeitplatz der Zukunft

18 Millionen Büroarbeitsplätze gibt es in Deutschland. Und kaum ein Unternehmen, dass sich nicht "zukunftsfähige" Arbeitsplätze wünscht. Was aber heißt das genau? Welche technischen, räumlichen und kulturellen Lösungen sind gewünscht und nötig? Eine Studie der IDG-Research resümiert den Status quo.

Dass man sich den Herausforderungen des digitalen Wandels stellen muss, haben die meisten Unternehmen erkannt, so das Ergebnis der Studie der IDG-Research: Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmensvertreter sagen, man habe sich auf den Weg gemacht, Arbeitsplätze der Zukunft zu entwickeln. Mehr als ein Drittel habe auch bereits eine unternehmensweite Strategie. Bei 27 Prozent werde die Umsetzung neuer Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte auch bereits abteilungsweise strategisch angegangen. Nur jedes siebte Unternehmen hat bislang auf eine Strategie verzichtet, nennt dafür als Gründe: keine passende Organisation, keine Priorität, aber auch Skill-Mangel, Kosten und sowie unklare Sicherheit.

 

Anhand der Schlagworte, mit denen die Befragten auf die Frage nach dem Ziel der zukunftsfähigen Arbeitsplätze antworteten, zeigt sich die große Komplexität des Themas: Vorne liegen als Ziel mehr Flexibilität, Agilität und Produktivität, gefolgt von der Mitarbeiterzufriedenheit, höhere Attraktivität als Arbeitgeber und moderner Unternehmenskultur.

 

Und auch bei dem, was einen Arbeitsplatz der Zukunft konkret inhaltlich auszeichnet, gehen die Einschätzungen auseinander. Aus Unternehmenssicht zählen dazu in erster Linie Mobilität und Technologie, gefolgt vom Überdenken von Arbeitszeitmodellen und / oder Home-beziehungsweise Remote-Arbeit. Getrieben wird dies einerseits durch den Wunsch vieler Mitarbeiter nach Flexibilität, andererseits aber auch durch die Notwendigkeit zur Integration räumlich getrennter und nach Bedarf zusammengestellter Teams. Begriffe wie Automatisierung, Robotics und KI spielen zumindest im Moment noch eine untergeordnete Rolle. Aus Sicht der Mitarbeiter geht es vorrangig darum, wo man in Zukunft arbeiten wird. Home Office, Remote und Mobilität liegen in den Nennungen weit vorne. Auf der zweiten Position die stärkere Nutzung technischer Möglichkeiten. Neue Technologien gehören laut der Studie bei den Befragten gleichzeitig auch zur "Veränderung der Unternehmenskultur", die insgesamt zwei Drittel als relevant für zukunftsfähige Arbeitsplätze betrachten.

 

Dass sich der Aufwand lohnt, glauben 60 Prozent, die mehr Chancen als Risiken sehen. Insgesamt wurden für die Studie 1519 Interviews durchgeführt, 1075 mit Unternehmensvertretern und 444 mit Arbeitnehmern, hauptsächlich Entscheider aus dem IT-Bereich aus insgesamt 12 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit denen die Studie im Sommer 2017 in Kooperation durchgeführt wurde.

Download der Studie auf www.arbeitsplatzderzukunft.de
"Noch genug Luft nach oben" Computerwoche vom 12. September 2017
"Wo geht's hier bitte zum Arbeitsplatz der Zukunft?" Handelsblatt vom 16. August 2017

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